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Häufigster Geburtstag: An welchem Tag haben die meisten Menschen Geburtstag?

Häufigster Geburtstag in Deutschland: Der 22. September

An welchem Tag haben die meisten Menschen in Deutschland Geburtstag? Die meisten Geburten fallen auf Mitte bis Ende September. Der häufigste reale Geburtstag liegt rund um den 22. September, der seltenste Geburtstag ist der 29. Februar, der nur alle vier Jahre überhaupt im Kalender steht.

Geburtstage verteilen sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Manche Tage werden überdurchschnittlich oft gefeiert, andere fast nie. Hinter diesen Mustern stehen Saisonalität, geplante Kaiserschnitte, Feiertage und der ganz normale Klinikbetrieb.

Diese Seite sammelt die wichtigsten Statistiken zur Verteilung aller Geburtstage in Deutschland: welcher Monat führt, an welchem Tag die meisten Menschen ihren Geburtstag feiern, wann es besonders ruhig ist und warum die Wochentage einen größeren Effekt haben als die meisten erwarten.

1. Februar und November sind die geburtsschwächsten Monate

Die wenigsten Geburten finden im Februar statt. Der Februar ist allerdings auch der kürzeste Monat, in absoluten Tageszahlen schneidet er deshalb noch einmal anders ab. Bereinigt man auf Geburten pro Tag, sind Februar und November die schwächsten Phasen des Jahres.1

2. Der September-Peak passt zur Empfängnis um Weihnachten und Silvester

Wer im September geboren wird, wurde rein rechnerisch um Weihnachten oder Neujahr gezeugt. Demografinnen und Demografen führen die Spätsommer-Spitze auf diese Festtagsphase zurück: mehr Freizeit, mehr Nähe, weniger Alltag. Die saisonale Komponente erklärt einen großen Teil des Musters.2

3. Der häufigste reale Geburtstag liegt rund um den 22. September

Datenauswertungen für Deutschland zeigen, dass die meisten realen Geburtstage zwischen dem 15. und 26. September liegen. Der oft genannte Spitzentag ist der 22. September. Die Unterschiede zwischen den Spitzentagen sind klein, aber die September-Cluster setzt sich von den restlichen Monaten klar ab.3

4. In Deutschland werden rund 690.000 Kinder pro Jahr geboren

2023 kamen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 693.000 Kinder zur Welt. Damit liegt die Geburtenzahl auf dem niedrigsten Stand seit 2013. Aus dieser Jahressumme entstehen jedes Jahr fast 700.000 neue Geburtstage, die sich auf die 365 Kalendertage verteilen.4

5. September ist der geburtsstärkste Monat

Über alle Bundesländer hinweg ist der September der Monat mit den meisten Geburten in Deutschland. Dahinter folgen August, Juli und Oktober. Der Spätsommer-Peak ist seit Jahrzehnten stabil und gilt nicht nur in Deutschland, sondern in weiten Teilen Europas.5

6. An Werktagen kommen rund 20 Prozent mehr Kinder zur Welt als am Wochenende

Geburten verteilen sich nicht gleichmäßig über die Woche. Von Montag bis Freitag liegen die Zahlen rund 20 Prozent über dem Wochenenddurchschnitt. Hauptgrund sind geplante Kaiserschnitte und Geburtseinleitungen, die in Kliniken bevorzugt unter der Woche angesetzt werden.6

7. Fast jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Die Kaiserschnittquote liegt in Deutschland aktuell bei rund 30 Prozent. Das verstärkt das Werktagsmuster, weil planbare Kaiserschnitte selten am Samstag oder Sonntag durchgeführt werden. Auch dadurch verschieben sich Geburten weg von Wochenenden und Feiertagen.7

8. Häufigster Geburtstag des Jahres

Laut Auswertung von Destatis-Geburtsdaten kommen in Deutschland im Schnitt 2.430 Babys pro Tag zur Welt, der 26. September ist über die Jahre 2000 bis 2022 der häufigste Geburtstag. Das passt zur These, dass besonders viele Kinder rund um Weihnachten und Neujahr gezeugt werden.8

9. Der 29. Februar ist mit Abstand der seltenste Geburtstag

Der 29. Februar existiert nur in Schaltjahren, also rund alle vier Jahre. Statistisch ist er damit der mit weitem Abstand seltenste reale Geburtstag in Deutschland. Wer am 29. Februar Geburtstag hat, feiert in den drei Zwischenjahren meist am 28. Februar oder am 1. März.9

10. Mütter sind bei der Geburt im Schnitt 32 Jahre alt

Das durchschnittliche Alter der Mutter bei der Geburt liegt in Deutschland aktuell bei rund 31,7 Jahren. Bei der ersten Geburt sind Frauen im Schnitt 30,4 Jahre alt. Der Wert steigt seit den 1970er Jahren kontinuierlich und hat sich in zwei Generationen um etwa fünf Jahre nach hinten verschoben.10

11. Wochentag mit den meisten Geburten

Die wenigsten Geburten in Deutschland fallen auf Sonntage und Feiertage, da viele geplante Kaiserschnitte und Einleitungen an Werktagen erfolgen. Im Schnitt liegen die Geburtenzahlen am Dienstag rund 17 Prozent höher als am Sonntag, so eine BiB-Auswertung.11

12. Im Schnitt kommen pro Tag rund 1.900 Babys zur Welt

Verteilt man die jährliche Geburtenzahl gleichmäßig auf 365 Tage, ergeben sich etwa 1.900 Geburten pro Tag. In der Realität schwankt der Wert stark. An geburtsstarken Werktagen im Spätsommer liegen die Zahlen deutlich über 2.000, an Feiertagen und Wochenenden teils unter 1.500.12

13. Geburtstag am 29. Februar

Schätzungsweise rund 60.000 Menschen in Deutschland haben am 29. Februar Geburtstag, das entspricht etwa 0,07 Prozent der Bevölkerung. Statistisch wäre rein rechnerisch 0,068 Prozent zu erwarten, womit der Schalttag exakt der seltenste Geburtstag ist.

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14. Saisonale Geburtsmuster

September ist seit 2000 in Deutschland fast jedes Jahr der geburtenstärkste Monat, im Schnitt liegen die Geburtenzahlen dort 9 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Februar bildet das Schlusslicht, was teilweise an der kürzeren Monatslänge liegt.14

15. Geburtenrate in Deutschland aktuell

Die zusammengefasste Geburtenziffer fiel 2023 in Deutschland auf 1,35 Kinder je Frau, den niedrigsten Wert seit 2009. Insgesamt wurden 692.989 Kinder geboren, knapp 7 Prozent weniger als im Vorjahr.15

16. Zwillingsgeburten nehmen zu

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland 11.823 Mehrlingsgeburten registriert, davon 99 Prozent Zwillinge. Die Mehrlingsquote von 17,1 je 1.000 Geburten lag damit doppelt so hoch wie noch 1980, was auch an Reproduktionsmedizin und höherem Müttersalter liegt.16

17. Das September-Muster gilt auch in vielen anderen Ländern

Der spätsommerliche Geburten-Peak ist kein deutsches Phänomen. Auch in den USA, Großbritannien und großen Teilen Europas liegt das Maximum der Geburten im September. Lediglich Länder mit anderer Saisonalität (etwa wegen Klimas oder anderer Feiertagsverteilung) zeigen abweichende Muster, in Mitteleuropa ist September der Spitzenmonat.17

18. Geburtstag an Weihnachten

Nur etwa 0,18 Prozent der Bevölkerung hat am 25. Dezember Geburtstag, das sind rund 41 Prozent weniger als der durchschnittliche Kalendertag erwarten ließe. Geplante Geburten werden in Deutschland systematisch von gesetzlichen Feiertagen weggelegt.18

19. Beliebteste Vornamen 2023

Laut Gesellschaft für deutsche Sprache waren 2023 die häufigsten Vornamen bei Mädchen Sophia und Emilia, bei Jungen Noah und Matteo. Etwa 1,2 Prozent aller neugeborenen Jungen erhielten 2023 den Vornamen Noah.19

20. An Weihnachten und Neujahr werden deutlich weniger Kinder geboren

Der 24. Dezember, der 25. Dezember und der 1. Januar gehören jedes Jahr zu den geburtsschwächsten Tagen. Geplante Kaiserschnitte und eingeleitete Geburten werden um Feiertage verschoben. Auch um Ostern und an Brückentagen sinken die Geburtenzahlen sichtbar.20

Fazit

Der häufigste Geburtstag in Deutschland liegt rund um den 22. September, der seltenste reale Geburtstag ist der 29. Februar. Hinter diesen Spitzenwerten steht ein klares saisonales Muster: Die Empfängnis um Weihnachten und Neujahr führt zum Spätsommer-Peak, geplante Geburten an Werktagen verzerren den Kalender weiter weg vom Wochenende.

Für eine Geburtstagsrede ist das Datum mehr als nur eine Zahl. Es ist ein Einstiegspunkt. Wer den eigenen Tag in den Kontext der Statistik stellt, bekommt fast geschenkt einen guten Aufhänger für die ersten zwei Sätze.

Quellen

  1. Bayerischer Rundfunk(br.de)
  2. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung(bund.de)
  3. Bayerischer Rundfunk(br.de)
  4. Destatis(destatis.de)
  5. Statista(statista.com)
  6. Deutsches Ärzteblatt(aerzteblatt.de)
  7. AOK(aok.de)
  8. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung(bib.bund.de)
  9. Bayerischer Rundfunk(br.de)
  10. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung(bund.de)
  11. Max-Planck-Institut für demografische Forschung(demogr.mpg.de)
  12. Destatis(destatis.de)
  13. Eurostat Demografie(ec.europa.eu)
  14. Gesellschaft für deutsche Sprache(gfds.de)
  15. Robert Koch-Institut(rki.de)
  16. Spiegel Wissenschaft(spiegel.de)
  17. Statista(statista.com)
  18. Süddeutsche Zeitung(sueddeutsche.de)
  19. Tagesschau(tagesschau.de)
  20. Zeit Online(zeit.de)

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