An welchem Tag haben die meisten Menschen in Deutschland Geburtstag? Die meisten Geburten fallen auf Mitte bis Ende September. Der häufigste reale Geburtstag liegt rund um den 22. September, der seltenste Geburtstag ist der 29. Februar, der nur alle vier Jahre überhaupt im Kalender steht.
Geburtstage verteilen sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Manche Tage werden überdurchschnittlich oft gefeiert, andere fast nie. Hinter diesen Mustern stehen Saisonalität, geplante Kaiserschnitte, Feiertage und der ganz normale Klinikbetrieb.
Diese Seite sammelt die wichtigsten Statistiken zur Verteilung aller Geburtstage in Deutschland: welcher Monat führt, an welchem Tag die meisten Menschen ihren Geburtstag feiern, wann es besonders ruhig ist und warum die Wochentage einen größeren Effekt haben als die meisten erwarten.
1. In Deutschland werden rund 690.000 Kinder pro Jahr geboren
2023 kamen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 693.000 Kinder zur Welt. Damit liegt die Geburtenzahl auf dem niedrigsten Stand seit 2013. Aus dieser Jahressumme entstehen jedes Jahr fast 700.000 neue Geburtstage, die sich auf die 365 Kalendertage verteilen.1
2. Im Schnitt kommen pro Tag rund 1.900 Babys zur Welt
Verteilt man die jährliche Geburtenzahl gleichmäßig auf 365 Tage, ergeben sich etwa 1.900 Geburten pro Tag. In der Realität schwankt der Wert stark. An geburtsstarken Werktagen im Spätsommer liegen die Zahlen deutlich über 2.000, an Feiertagen und Wochenenden teils unter 1.500.2
3. September ist der geburtsstärkste Monat
Über alle Bundesländer hinweg ist der September der Monat mit den meisten Geburten in Deutschland. Dahinter folgen August, Juli und Oktober. Der Spätsommer-Peak ist seit Jahrzehnten stabil und gilt nicht nur in Deutschland, sondern in weiten Teilen Europas.3
4. Februar und November sind die geburtsschwächsten Monate
Die wenigsten Geburten finden im Februar statt. Der Februar ist allerdings auch der kürzeste Monat, in absoluten Tageszahlen schneidet er deshalb noch einmal anders ab. Bereinigt man auf Geburten pro Tag, sind Februar und November die schwächsten Phasen des Jahres.4
5. Der September-Peak passt zur Empfängnis um Weihnachten und Silvester
Wer im September geboren wird, wurde rein rechnerisch um Weihnachten oder Neujahr gezeugt. Demografinnen und Demografen führen die Spätsommer-Spitze auf diese Festtagsphase zurück: mehr Freizeit, mehr Nähe, weniger Alltag. Die saisonale Komponente erklärt einen großen Teil des Musters.6
6. Der häufigste reale Geburtstag liegt rund um den 22. September
Datenauswertungen für Deutschland zeigen, dass die meisten realen Geburtstage zwischen dem 15. und 26. September liegen. Der oft genannte Spitzentag ist der 22. September. Die Unterschiede zwischen den Spitzentagen sind klein, aber die September-Cluster setzt sich von den restlichen Monaten klar ab.4
7. Der 29. Februar ist mit Abstand der seltenste Geburtstag
Der 29. Februar existiert nur in Schaltjahren, also rund alle vier Jahre. Statistisch ist er damit der mit weitem Abstand seltenste reale Geburtstag in Deutschland. Wer am 29. Februar Geburtstag hat, feiert in den drei Zwischenjahren meist am 28. Februar oder am 1. März.7
8. An Weihnachten und Neujahr werden deutlich weniger Kinder geboren
Der 24. Dezember, der 25. Dezember und der 1. Januar gehören jedes Jahr zu den geburtsschwächsten Tagen. Geplante Kaiserschnitte und eingeleitete Geburten werden um Feiertage verschoben. Auch um Ostern und an Brückentagen sinken die Geburtenzahlen sichtbar.8
9. An Werktagen kommen rund 20 Prozent mehr Kinder zur Welt als am Wochenende
Geburten verteilen sich nicht gleichmäßig über die Woche. Von Montag bis Freitag liegen die Zahlen rund 20 Prozent über dem Wochenenddurchschnitt. Hauptgrund sind geplante Kaiserschnitte und Geburtseinleitungen, die in Kliniken bevorzugt unter der Woche angesetzt werden.9
10. Fast jedes dritte Kind in Deutschland kommt per Kaiserschnitt zur Welt
Die Kaiserschnittquote liegt in Deutschland aktuell bei rund 30 Prozent. Das verstärkt das Werktagsmuster, weil planbare Kaiserschnitte selten am Samstag oder Sonntag durchgeführt werden. Auch dadurch verschieben sich Geburten weg von Wochenenden und Feiertagen.10
11. Mütter sind bei der Geburt im Schnitt 32 Jahre alt
Das durchschnittliche Alter der Mutter bei der Geburt liegt in Deutschland aktuell bei rund 31,7 Jahren. Bei der ersten Geburt sind Frauen im Schnitt 30,4 Jahre alt. Der Wert steigt seit den 1970er Jahren kontinuierlich und hat sich in zwei Generationen um etwa fünf Jahre nach hinten verschoben.11
12. Das September-Muster gilt auch in vielen anderen Ländern
Der spätsommerliche Geburten-Peak ist kein deutsches Phänomen. Auch in den USA, Großbritannien und großen Teilen Europas liegt das Maximum der Geburten im September. Lediglich Länder mit anderer Saisonalität (etwa wegen Klimas oder anderer Feiertagsverteilung) zeigen abweichende Muster, in Mitteleuropa ist September der Spitzenmonat.12
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Fazit
Der häufigste Geburtstag in Deutschland liegt rund um den 22. September, der seltenste reale Geburtstag ist der 29. Februar. Hinter diesen Spitzenwerten steht ein klares saisonales Muster: Die Empfängnis um Weihnachten und Neujahr führt zum Spätsommer-Peak, geplante Geburten an Werktagen verzerren den Kalender weiter weg vom Wochenende.
Für eine Geburtstagsrede ist das Datum mehr als nur eine Zahl. Es ist ein Einstiegspunkt. Wer den eigenen Tag in den Kontext der Statistik stellt, bekommt fast geschenkt einen guten Aufhänger für die ersten zwei Sätze.
Quellen
- Destatis(destatis.de)
- Destatis(destatis.de)
- Statista(statista.com)
- Bayerischer Rundfunk(br.de)
- Destatis(destatis.de)
- Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung(bund.de)
- Bayerischer Rundfunk(br.de)
- Zeit Online(zeit.de)
- Deutsches Ärzteblatt(aerzteblatt.de)
- AOK(aok.de)
- Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung(bund.de)
- Statista(statista.com)